Feuchtigkeit ist einer der Hauptfeinde eines jeden Holzstalls. Ein dauerhaft feuchtes Stallinneres fördert Schimmelbildung und Atemwegserkrankungen und lässt Holz und Gitter schneller altern. Mit den richtigen Maßnahmen bleibt ein Holzstall auch im Dauerregen trocken.
Das Dach – erste Schutzlinie
Dachneigung und Überhang
Mindestens 10° Neigung für sauberen Wasserablauf. Mindestens 5 cm Dachüberhang auf jeder Seite, damit Wasser nicht an den Wänden läuft.
Dachmaterialien
- Dachpappe* (bituminiert): günstig, langlebig, Standard für Holzställe
- Holkammerplatten*: leichter als Dachpappe, sehr langlebig
- ASA-Kunststoffplatten*: transparent oder farbig, sehr langlebig, teurer
Wände und Boden trocken halten
- Stall erhöht aufstellen (mind. 10 cm Abstand vom Boden)
- Untergrund mit Drainage: Schotterbett oder Betonplatten statt nackter Erde
- Die dem Regen zugewandte Seite mit Lasur oder Folie zusätzlich schützen
Holzschutz
Alle Außenflächen jährlich mit tiersicherer, wasserabweisender Holzlasur behandeln. Nur Außenflächen behandeln – Innenbereich immer unbehandelt lassen.
- Geeignet: tiersichere Lasuren auf Leinölbasis (Osmo, BioWin), natürliches Leinöl
- Nicht geeignet: Creosot, chemische Holzschutzfarben, druckimprägniertes Holz innen
→ Womit kann ich einen Kaninchenstall streichen?
Häufige Fragen
Mein Stall steht unter einem Baum – reicht das?
Nein. Bäume filtern Regen nur teilweise. Bei Starkregen tropft Wasser konzentriert von Ästen herunter. Ein wasserdichtes Stalldach ist immer notwendig.
Wie erkenne ich Wasserschaden?
Feuchtes oder schwammiges Holz im Innenbereich, Schimmelflecken, sich ablösende Holzfasern.
Wie oft muss ich den Anstrich erneuern?
Bei Leinöl: alle 1–2 Jahre. Bei Holzlasuren auf Pflanzenölbasis: alle 2–3 Jahre. Jedes Frühjahr prüfen.
Kann Silikon zur Abdichtung verwendet werden?
Ja, für Außenfugen zwischen Holzteilen. Lösungsmittelfreie Varianten verwenden, die nach dem Trocknen tiersicher sind.
